Dienstag, 14. Dezember 2010

Ein schöner Tag

Man stelle sich vor, dass man um Mitternacht geweckt wird, weil einige Leute vor seinem Fenster stehen und Geburtstaglieder singen. Dann morgens in deinem Zimmer stehen, Torte mitgebracht haben und dann dein Gesicht in dein Torenstück stecken.

Nachdem man dann tatkräftig beim Englischunterricht mitgeholfen hat, wird man einfach so, weil es auf dem Unigelände,wo man lebt, Tradition ist, in den Kanal geworfen. Du lässt es einfach über dich ergehen und denkst dir, ach ein mal passt schon, und dann lassen sie mich schon in Ruhe.

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Praktisch sind die sommerlichen Temperaturen in denen du dich gerade befindest. Schöne angenehme 30 Grad tagsüber sind schon was besonderes an einem Dezembertag.
  
Du gehst dann mit deiner "Familie" schön zu Mittag essen. Es gibt Hähnchen und diverse andere Speisen.
Man isst so viel man kann und enstpannt dann schön in der Natur. Genießt die Sonne und verdaut erstmal ein wenig...


Dann stell dir vor, dass du in die Stadt fährst dort noch ein paar Leute triffst und dann mit denen Bowlen gehst. Du hast eine Menge Spaß, auch wenn du der schlechteste bist. =)


 Später schafft man es dann auch bisschen besser, nachdem man dann nach 1 Stunde spielen ein bisschen Gefühl für die Sache bekommen hat, und bei den anderen die Lust nachlässt. =)
Danach gönnt man sich noch ein Eis und wartet darauf, dass man abgeholt wird um "nach Hause" zu kommen.
Am Ende klingt dann der Tag mit einem Film aus, mit Popcorn und Torte essen.

Wenn ihr euch das vorstellen könnt, dann wisst ihr wie mein Geburtstag war =)

Danke Mädels für den wundervollen Tag.

Dies und Das

Man Sagt ja immer, das die Leute in Col Pac Fotos lieben. Ich habe festgestellt, dass ich fotografieren liebe, so kommt es auch zustande, dass ich mitlerweile schon ca. 24 GB Fotos und Videos habe, dass dann ungefähr 3000 Dateien sind.
Ich denke mir halt, dass man dann wirklich einen ziemlich ausführlichen Eindruck von allem hat, wenn man dann später nach 20 Jahren die Bilder nochmal anguckt.
Demnach bin ich fast immer mit meiner Kamera unterwegs, auch wenn ich dann mal keine Fotos mache, für alle Fälle ist sie mit dabei.
In der Gemeinde mit Kamera.

Beim nichtstun mit Kamera.
Nichtsdestotrotz sollte man dabei auch nicht vergessen, dass man die Momente auch erleben sollte, und nicht nur Fotografieren. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Sabbatschule jeden Sabbat Vormittag.
Wenn die Lektion auf spanisch in der Gemeinde dargelegt wird, gehen wir raus in die Sonne und machen sie auf deutsch. Natürlich würde man auch viel auf Spanisch verstehen, jedoch bringt es einem mehr in einer kleinen Gruppe die Gedanken auszutauschen und das dann auch noch auf Deutsch, wobei da auch manchmal die Worte fehlen um sich auszudrücken.

Anne, ich, Catalina (Katha), Yael (Doro)
Morgen fährt die Anne (links im Bild) nach drei Jahre Mexiko geht sie für einige Zeit wieder nach Deutschland.
Es ist die Zeit zum Abschied nehemen. Meine Cheffin verlässt das Insitut auch. Somit geht unsere Cheffin in Mexiko und unsere Mentorin (Anne). Nun sind wir hier bisschen auf uns gestellt. Mal gucken wie das so wird. Wird interessant werden.
May God help us.

Samstag, 4. Dezember 2010

Sonne, Palmen, Wüste und Weihnachten?

Das erste Semester neigt sich dem Ende zu. Die ersten Kursen sind schon abgeschlossen, jetzt bleibt nur noch, die Examen schreiben zu lassen und zu kontrollieren.
In der Grundschule singen wir schon Weihnachtslieder und generell erstrahlt COLPAC in fast jedem Gebäude in einer kitschigen Weihnachtsdeko. Zwar fühlt es nicht so an wie Weihnachten, aber ich sage mir dann einfach, Weihnachten ist das, was in deinem Kopf passiert.
Deswegen höre ich fast jeden Tag Weihnachtslieder. =)

Mariachi
Mariachi
 Was wäre ein Mexikaner ohne Feste und Feiern? Er wär einfach kein Mexikaner. Aus diesem Grund, gab es diesen Monat mal wieder ein paar Konzerte, die wir besucht haben. Es sind Konzerte der typischsten Musik der Mexikaner, Mariachi. Das ist eine Gruppe aus mehreren Leuten mit verschiedenen Instrumenten, was aber auf gar keinen Fall fehlen darf, sind die Gitarren und die Trompeten, oft dabei sind dann auch noch die Geigen. Hinzukommt dann noch eine Stimme, sei es Mann oder Frau und meistens sind es irgendwelche Liebeslieder oder Liebe über Liebe oder aber Schnulzen oder Lieder über gescheiterte Liebe.
Erste Reihe hinter dem VIP - Bereich
Wir waren bei 2 Konzerten. An einem sind verschiedene Gruppen aus verschiedene Universitäten aufgetreten, auf dem anderem war es dann eine professionelle Band, die "beste Mariachiband auf der ganzen Welt" wie sie sagen. 
Eine halbe Stunde vor dem Konzert, später waren die VIP- Plätze auch alle besetzt.
 Vielleicht waren deswegen auch so viele Leute. Es zwar kostenlos, aber einen VIP-Bereich gab es trotzdem, wo wir leider nicht reinkamen, auch nicht, als wir gesagt haben, dass wir aus Deutschland sind und die mexikanische Kultur kennenlernen wollen. Dann haben wir uns eben in die erste Reihe auf den Boden gesetzt. War zwar nicht unbedingt das angenehmste, aber immernoch besser, als zwei Stunden zu stehen.
 


Die angeblich weltbeste Mariachiband.

So Gegen 20 Uhr wurden die Leute auch langsam ungeduldig, da es eigentlich um 
19 Uhr anfangen sollte.
Die "Vorgruppe" war auch schon lange vorher aufgetreten. Das waren zwei junge Mädels nicht älter als 12, die dann jeweils ein oder zwei Lieder alleine gesungen haben.
Letztendlich kam dann doch die Mariachigruppe und hat ihre Lieder präsentiert.
Das musikalische Talent, hat man sehen und hören können.
Schade, dass man diese ganzen alten Lieder nicht kennt, wie die anderen "Mexis", die dann immer kräftig mitgesungen haben, und man selbst einfach nur zugehört hat. 

Postre - Nachtisch
Ein junger Theologiestudent hatte die Idee einige Mädchen mal zu einem Freitagnachmittagspicknick einzuladen, die Jungs sollten dann dafür Nachtisch vorbereiten (am besten selbermachen) und so die Mädchen beglücken. Wir hatten zum Einstieg Erbeeren in Joguhrt und Kekse, dannach kam ein Kuchen, der nicht so lecker war und zwischendrin einige Gruppenbelustigungsspiele, die dann mit einer  Kalorienbombentorte geendet haben.
Vorher
Nachher

Adventszeit

Da die Weihnachtszeit schon fortgeschritten ist, haben wir uns gedacht, dass wir auch was mit den ehemaligen Waisenheimkindernmachen (naja Doro und Katha hatten die Idee, aber ich wollte auch helfen). Dass ganze sah dann so aus, dass wir die Kinder eingeladen haben, an einem Sonntagnachmittag zusammen zu basteln. Uns wurde zwar oft gesagt, dass die Kinder wahrscheinlich keine Lust dazu haben und nicht kommen werden. Jedoch waren fast alle da, und haben sich dafür auch interessiert.
Basteln mit den Waisenheimkindern
Es gab heiße Schokolade, Kuchen und Kekse, weihnachtliche Musik und jede Menge interessierte Augen.
Wir haben heiße Schokolade getrunken, und Kekse gegessen :-)
Wir haben dann zusammen sozusagen einen Adventskalender gebastelt, der nicht aus 24 Beuteln oder Türen besteht, sondern aus nur einem. Dafür ist jeden Morgen eine neue Süßigkeit in jedem Beutel. Bei dieser Version ist die Gefahr, nicht so groß, dass man alles auf einmal isst, und dann alles weg schon so schnell verbraucht ist.
So sieht das ganze jetzt aus:
So da hängen die Säcke.

Weihnachtsfeier

Engel Gabriel (ich) und Maria (Josefs Frau)


Da das Semester für die meisten schon am 10. Dezember aufhört, gibt es auch schon viel früher die Weihnachtsfeier. Letzten Sonntag hat die Grundschule die Weihnachtsgeschichte dargestellt. Ich durfte mal wieder einen Engel darstellen, diesmal war ich der Engel Gabriel, der der Maria erschienen ist. 

Danach sind Maria und Josef auf einem etwas zu großem Esel (einem Pferd) über das Gelände gewandert und an verschiedenen Stationen wurde dann ein anderer Teil der Geschichte Erzählt. 
Am Ende haben dann die Grundschulkinder wieder den Part im Stall übernommen, wo dann auch echte Lämmer lautstark sich beteiligten.

Nachdem alles vorbei war, gab es heiße Schokolade und Gebäck. Die Schokolade tat gut, da es abends und nachts doch schon recht frisch wird, bei so 10-15 Grad (meistens aber mehr 15 als 10).

Ganz zum Schluss wurden dann noch viele Fotos auf der Bühne gemacht oder aber vor dem "Weihnachtsbaum". Das ist immer eine ganz lustige Angelegenheit, weil man doch strak merkt, dass die Leute hier Fotos lieben.

Der Weihnachtsmann hat auch mal einen kleinen Abstecher nach Mexiko gemacht.
 
Aftershowparty =)

Eine kleine Reise

Du sitzt im Bus. Du fragst dich, wie viele Km der schon hinter sich hat. An das Alter wagst du gar nicht erst zu denken. Du wirst von den Leuten forschend angestarrt, du lehnst dich zurück und schaust aus dem Fenster.
Der Bus setzt sich langsam in Bewegung. Du hüpftst auf und ab, weil der Busbahnhof doch nur ein Schotterplatz ist aber dir macht das nichts aus, du freust dich einfach, dass du mitlerweile sitzen kannst, nach der Stundenlangen Tour durch die Stadt.
Der Busfahrer schaltet die Musik an und die untergehende Sonne lächelt dir entgegen.
Die Salsatöne und Mariachiklänge verzaubern dich in eine andere Welt mit ihren Trompeten, Gitarren und spanischen Gesängen.
Zur rechten siehst du alte bunte Häuser, die zum Großteil heruntergekommen sind und die Farbe abblättert.
Die alten Leute vor dem Haus stört das aber nicht weiter, sie spielen zwischen den zwei riesigen Palmen ihr Kartenspiel und grüßen nebenbei noch den Busfahrer.
Der winkt natürlich zurück macht die Türauf und ruft ihnen etwas zu, danach geht es dann wieder gemütlich weiter.
Du schließt die Augen und genießt die spanischen Klänge, die einen heiter und glücklich stimmen.
Der Bus hält wiedermal an, noch mehr Leute steigen ein und stellen sich in den Gang, weil kein Platz mehr da ist zum Sitzen. Der ältere Herr mit dem Cowboyhut und den dazu passenden Stiefeln bekommt jedoch einen Platz, da ein jüngerer Herr für ihn aufgestanden ist.
Die fahrt geht weiter.
Einen bestimmten Fahrplan gibt es nicht. Es gibt nur ungefähre Richtlinien, an denen sich der Busfahrer hält. Stören tut es niemanden. Die Leute haben Zeit und stehen nicht unter Zeitdruck. Man muss hier einfach Zeit haben. Schnell geht es hier nur selten voran.
Nach einigen Minuten siehst du die Sonne am Horizont untergehen. Die Berge am Horizont tanzen im rötlichen schein der Sonne. Die Palmenblätter wehen leicht im sanften Wind. Die Gitarre gibt die passenden  Klänge zu diesem Moment. Du spürst immernoch die Wärme der Sonnenstrahlen durch die teilweise kaputten Fenster.
Du denkst daran, was du wohl jetzt gerade in Deutschland machen würdest. Im Schnee spielen? Eisige Kälte aushalten? Auf dem Weihnachtsmarkt gebrannte Mandeln essen?

Doch dann stehst du auf und steigst aus dem Bus und in deinem Kopf hast du immer noch den Moment im Kopf. Palmen, Sonne, spanische Musik und gemütlichkeit.
Du bist wieder "Daheim".

Ein kleiner Tipp für die Vorweihnachtszeit: Probier's mal mit Gemütlichkeit! =) '
PS: Da mein Handy geklaut wurde.
Wer kann von sich behaupten, dass es ihm etwas wirklich gehört? Sind wir denn nicht bloß Gäste auf dieser Welt, einer Welt, der wir ihrer Ressourcen berauben? Haben wir wirklich etwas selbst erschaffen, von dem wir sagen können, das gehört mir?
Gott schenkt uns alles was wir haben, dafür sollten wir ihm dankbar sein, aber wir sollten ihm genauso dankbar sein, wenn wer etwas nicht mehr haben.
"Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen; der Name des HERRN sei gelobt!"
Psalm 1,21

PPS: Ich hab mein Handy wieder... 4 Tage nach dem Diebstahl

Dienstag, 9. November 2010

Krieg der Welten

Sabbatspaziergang

An einem Sabbat sind wir nachmittags zu einer Obstplantage gegangen. Das interessante dabei war, dass uns ein Hund gefolgt ist. Wir 4 Deutschen (Anne, Doro, Katha und ich) sind vom Campus losgegangen über die staubigen Feldwege. Und der Hund ist vom Campus mit uns mitgegangen. Jedoch wollte er sich nie streicheln lassen, wenn du näher gekommen bist, dann ist er gleich wieder weggerannt. Er war quasi unser Begleitschutz.
Auf dem Rückweg gleichermaßen. Wie ein kleiner von Gott geschickter Schutzengel. =)

Die Obstplantage der Uni (Limonen, Mandarinen, Orangen)
Dort angekommen bot sich uns dieser Anblick. Die Katha und danach auch ich sind auf den Turm geklettert, auch wenn der eher provisorisch zusammengebaut worden ist.

Für Abenteuerlustige gab es einen schönen Ausblick.

Let it shine, let it shine, let it shine
  
Danach haben wir natürlich auch einige Orangen probiert. Sie waren noch grün aber haben gut geschmeckt.
Lagerfeuer
Am Abend haben wir dann abends ein kleines Lagerfeuer gehabt. Wir haben mit drei Jungs angefangen, und gesagt, ob wir nicht auch ein Lagerfeuer machen können, weil alle anderen auf dem Zeltlager sind und wir hiergeblieben sind. Später waren wir so um die 20 Leute, haben Marshmallows und Würstchen gegessen und Spiele gespielt.

 Ein Tag am Strand

Der Sand war fein. Das Wasser frisch.
Am nächsten Tag sind wir dann am Strand gewesen. Haben im Wasser geplantscht und die Sonne genossen. Es ist schon interessant Ende Oktober, Anfang November bei über 30 Grad am Strand zu sein. Das Wasser war bisschen frisch, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
Das Beste war, als wir dann noch eine Gruppe von Delphinen einige hundert Meter entfernt von uns gesehen haben.
Und wir waren relativ ungestört.

Ferienwohnungen am ganzen Strand, teilweise sehr schön, teilweise heruntergekommen.
 
Anfang November am Strand in Mexiko; Deutschland friert.


Es gibt jedoch immer eine zweite Seite der Medaille


Sozialeinsatz?!

 "Eso es México" (Das ist Mexiko) müsste ich jetzt eigentlich sagen. Auf der einen Seite gibt es Traumstände und Tourismus, ABER gleichzeitig ein paar Km weiter von den Touristenmetropolen entfernt sieht es dann so aus.
Dorf in Mexiko.
Keine geteerten Straßen. Nur an manchen Stellen im Dorf fließend Wasser. Die Häuser sind eher heruntergekommene Gartenhütten. Überall liegt Müll rum. Und die Menschen tragen schmutzige, oft zerlumpte Kleidung und sind total dreckig vom ganzen Staub, der den ganzen Boden bedeckt.

Wir haben von einem Teil des ADRA-Geldes, das wir mit auf den Weg bekommen haben, "Essenpakte" für 8 Familien gekauft. Enthalten waren neben Nudeln, Reis, Bohnen, Mehl, Zucker, usw., auch Klopapier und Waschpulver (Die letzten Zwei zählen zwar nicht unter Essen, aber zum Nötigsten gehört es auf jedenfall dazu).
Die Familie auf dem unterem Bild hat 3 Kinder. Das eine hat Leukämie, das andere Herzprobleme. Sie waren recht erstaunt, darüber, dass aufeinmal ca. 20 Menschen vor ihnen standen und ihnen Geschenke gemacht haben.
Es ist erschreckend, wie unterschiedlich ein Leben sein kann. Manche werden in reichen Familien geboren, manche in Ländern, wo es Sozialversicherungen und wo man sich kaum Sorgen machen muss, und andere in Familien, die kein Geld haben um die Krankheiten der Kinder zu behandeln, in Familien die schon immer im Dreck hausten und keine Perspektive auf etwas besseres haben.

Vater und Kind..
Wie ich mich dabei gefühlt habe? Zerrissen. Es kommt alles Mögliche einem in den Sinn. Du schämst dich schon fast, weil du da auftauchst und denen bisschen was gibst, das Ganze dann mit Fotos dokumentierst, dann wieder aus ihrem Leben verschwindest. Du, der so viel hat im Vergleich zu denen.
Natürlich hilft dieses Essenspaket für ein paar Tage, aber es bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.
Du stehst dann vor dem Haus und denkst dir dann nur noch, was bringt das eigentlich, dass ich denen bisschen was gebe?
Man müsste ihnen eine Perspektive geben. Angefangen mit Schulbildung, bis hin zu der Möglichkeit zu studieren. Man müsste ihnen ärztliche Hilfe ermöglichen.
Es prallen einfach die verschiedenen Welten aufeinander. Deutschland, wo es einem so gut geht. Dann die Uni, wo man den Menschen Englisch versucht beizubringen und dann sowas.
Das muss man erstmal irgendwie verarbeiten.
Es ist krass wie groß die Unterschiede sein können zwischen arm und reich.
Zum einen gibt es Traumstrände in diesem Land, wo die Menschen aus der ganzen Welt hinfliegen um dort Urlaub zu machen, aber gleichzeitig auch so viel Armut.
Man schwebt zwischen der Realität, die man sich in Deutschland zusammengesetzt hat und dann noch zwischen der, die man dann hier erfährt.

Ein Haus für über 10 Kinder  und dann noch Eltern und Großeltern...



Kleiderausgabe



Können die Leute überhaupt auf bessere Zeiten hoffen?
Wo ist für sie das Licht am Ende des Tunnels?

Alte Frau die eigentlich nichts hat,
noch nicht einmal Wasser.























Trotzdem leben die Menschen da. Sie "überleben" Tag für Tag. Sie schaffen es auch unter solchen katastrophalen Umständen mit dem Leben klar zu kommen. Die Kinder spielen glücklich mit ihren Freunden mit Steinen und Stöcken, und wir regen uns darüber auf, dass Facebook gesperrt wurde und dass das Internet mal wieder so langsam ist, manche Menschen regen sich darüber auf, dass sie ihr Zimmer nicht streichen dürfen, in der Farbe, die sie gerne hätten...


Kinder spielen im Staub.

Ich finde wir sollten uns mal ein Beispiel an den Armen Menschen dieser Welt nehmen! Viele von ihnen Glauben an Gott. Gott ist das was ihnen noch bleibt. Sie haben keine materiellen Güter, aber das, was sie haben, ist mehr Wert als alle Schätze auf der Erde.
Wir klammern uns an unseren Luxus und unseren Lebensstandart und sagen dann, dass hab ich allein mir zu verdanken. Gott brauch ich nicht, ich komme auch ganz gut ohne ihn zurecht.
Wir haben Gott nicht nötig.

Aber was stimmt denn wirklich?
Wir, die wir doch so viel haben und so gesegnet sind, sollten auch andere daran teilhaben lassen und anderen Menschen helfen. Das ist gelebter Glaube. Nicht sich nur auf sich konzentrieren und sich um seine "Probleme" konzentrieren, sondern auch seinem Umfeld helfen. Nicht unbedingt in einem anderen Land, man kann schon bei seinem Nachbarn anfangen.

Wer gibt dir das Recht, dich über Dinge zu beschweren, Dinge die für dich selbstverständlich sind, jedoch auch Dinge sind,  an die manche Menschen gar nicht zu träumen wagen?!

Freitag, 29. Oktober 2010

Feste und Arbeit

Tag der Nationen

An diesem Tag haben wir beim Aufbau der Bühne und beim aufstellen der Stühle geholfen. Abends durften dann Katha und ich, wie auf einem Laufsteg Deutschland (Katharina) und Kanada(ich) darstellen. Warum ich Kanada war? Weiß ich selber nicht genau. Die "Teacher" (quasi meine Cheffin) hat mich gefragt, ob ich das machen könnte. Geplant war Russland, aber die Schneiderinnen hier, hatten nicht genug Zeit um was russisches zu schneidern. Deswegen hab ich mit einer süßen Krawatte Kanada vorgestellt.
Tag der Nationen
 
Ich hab mit meiner Krawatte Canada vorgestellt :D
 
4+1

Deutsch tradiotionell, Ureinwohner Mexikos, Deutsch modern, Ureinwohner Mexikos

Landschaft

An einem Sabbatnachmittag sind wir bisschen durch die Einöde spazieren gegangen. Der Sonnenuntergang war traumhaft. Auf dem Rückweg haben wir auch eine kleine Schlange getroffen. Und ich stelle immer wieder fest, Schlangen sind nicht unbedingt meine Lieblingstiere...
Licht am Horizont
Ps: NEIN WIR HALTEN NICHT HÄNDCHEN!


Galaabend

 Thema war traditionelle Kleidung. Ich hab es mir einfach gemacht und mich einfach gemütlich angezogen und gesagt, dass das Süd Kalifornien darstellen soll.
Naja mit ner Stunde verpätung hat das Programm um 8 UHr angefangen und bestand aus einigen Witzen, einigen Liedern, viele Grüßen und Essen.
Dann war es aufeinmal um 10 Uhr schon vorbei und innerhalb kurzer Zeit wurde abgebaut und die Leute verschwanden, während man sich noch gemütlich unterhalten hatte.

South California??



Asien trifft Amerika
 
Am Anfang waren nur wir Deuschten auf dem Bild, kurz danach kamen da noch paar mehr hinzu.

Das Paar des Abends
ein "kleines" Lagerfeuer





















Arbeit/Spaß

Englischunterricht in der Grundschule, ich habe gerade bei einem kleinen Anspiel mitgemacht und musste dabei schlafen =) Den Kindern hats gefallen.


Mit der ersten Klasse haben wir, nachdem wir Vokabeln geübt haben, uns auf dem Spielplatz vergnügt.

Das ist Julio mit seiner neuen Freundin Lily (Der Wischmopp)
Also ich muss sagen mittlerweile macht mir das Unterrichten richtig viel Spaß und es ist auch ganz lustig mit meinen Studenten.
Manchmal endet der Englischunterricht dann damit, das mir die Schüler spanisch beibringen oder ich ihnen was über Deutschland erzählen soll.
Es ist komisch Leuten zu unterrichten, die noch nie verreist sind, die nur ihr eigenes Land kennen und nur eine Sprache sprechen. Irgendwie merkt man dann, dass man doch ganz woanders ist. Das Weltbild ist völlig anders, als das eigene.
Eine ganz andere Perspektive, die einem da aufgezeigt wird. Das Leben in Deutschland ist doch sehr anders als hier. Und die Bildung ist anders.
In Deutschland bekommt man glaube ich einfach mehr Allgemeinwissen mit auf dem Weg. Und ich vermisse hier dieses Umweltbewusste denken aus Deutschland. Ich vermisse den deutschen TÜV bei den Autos und freu mich wenn ich wieder Autos mit funktionierenden Tachos und Anzeigetafeln sehen werde...
Manche Autos sind echte Abenteurerautos.

Viele Leute sprechen uns natürlich auf Hitler an oder auf Nazis, und dann dürfen wir immer schön erklären, dass Hitler sehr viele, sehr schlechte Dinge getan hat.
Manche finden sogar, dass er gut war, dann antworte ich denen nur noch, dass sie sich mal mit Geschichte beschäftigen sollen.


Die Kinder in der Grundschule sind ganz süß. Kaum betritt man den Klassenraum, kommen sie auf einen zugerannt mit ihren strahlenden Gesichtern und umarmen einen oder klammern sich an deine Beine.
Ich frag mich wie das wohl sein wird, wenn man dann am Ende gehen wird...



                                          Hahn im Korb

Nichtsdestotrotz macht es im Moment richtig viel Spaß hier zu sein.
Gestern Abend zum Beispiel ist ein ganzer Schulbus voll Mädchen aus den Internaten und ca.4 Jungs in die Stadt gefahren.
Die meisten Leute sind auf Zeltlager der Pfadpfinder gefahren. Wir fahren in 2 Wochen auf eins.
Und dann der Rest, der hier blieb ist dann aus "der Insel" (dem Campus) mal raus gefahren.
Man hat gemerkt, dass es ein Bus fast nur mit Mädchen war. Sie haben gekreischt bis zum geht nicht mehr und verschiedene Lieder gesungen. War aber ganz lustig.
 
Anwesenheitskontrolle

Ehrlichgesagt, weiß ich jetzt nicht, wie die Mädchen da neben mir heißen...

Die Mexikaner lieben Fotos, und sie posieren dafür auch sehr gerne
Einen erholsamen und gesegneten Sabbat wünsch ich euch allen aus dem immer noch schön warmen Mexiko... 30 Grad tagsüber, daran kann man sich echt gewöhnen. Auch wenn ich jetzt schon den Schnee im Winter vermissen werde...Vllt werde ich über Weihnachten in den USA ja bisschen Schnee sehen =) American Snow. =)

Feliz Sábado!